
Ausgemustert
Abgrundtief war er gefallen,
Trennung von der Frau,
Job verloren,
die Freunde plötzlich fort,
die Kinder schämten sich für ihn:
Schlafplatz unter der Brücke.
Hier galt noch das Ehrenwort,
langsam auch Vertrauen.
Den Verlust
konnte das nicht ersetzen,
hielt das Leben flach.
Vergangenheit verschlang ihn.
Die Vorboten kamen schnell,
und flugs war die Flasche leer.
Der Winter
nahm ihm die Kraft
und die dünne Decke
wärmte ihn nicht mehr.


Das fährt einem ja bis in die Knochen! –
von Sonja/Wildgans geschrieben, mit lieben Grüßen
von Sonja/Wildgans geschrieben, mit lieben Grüßen
Es ist halt nicht Friede-Freude-Eierkuchen für alle.
Ach, Werner, wie erschreckend und wie traurig. Und wie sinnlos. Armer Kerl, dein Protagonist.
(Danke für die Etüde, hatte dich schon vermisst.)
Vormittagskaffeegrüße ☁️🌳🌻☕🍪
Ich kenne tatsächlich solche, die in guten Positionen waren und dann unschuldig abgerutscht sind.
Ach, „wenigstens Eine, die sich Sorgen macht“. Danke!
Dann hoffe ich, dass alles okay bei dir ist.
Ich habe das schon öfter gehört: Ehe scheitert, mensch gerät aus dem Tritt, und wenn mensch nicht sehr achtgibt, dann ist die Gefahr abzurutschen groß. Viele können sich allein nur schwer helfen, das muss geübt sein …
Keine Sorge, alles OK bei uns.
Dein Poem macht betroffen. Es ist hart, schnörkellos, realistisch, direkt! Mir gefällt es sehr. Liebe Grüße, B.
Danke. Elend und Not ist halt immer direkt und schnörkellos. Das sollte zum Ausdruck kommen.