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Schiurlaub
„Eckat! “
„Ja, Meister, was is? “
„Ich hab gehört, dass du dies Jahr noch in Schiurlaub fahren willst. Iss da was dran?“
„Ja, Meister, ich bin an Überlegen.“
„Aber Eckat, du kannst hier doch gar kein Schi laufen. Wir ham hier doch keine Berge nich!“
„Weiß ich wohl, Meister, aber ich will ja in n Harz. Weiter weg kann ich ja nich, bei dem mickrigen Gehalt bei dir.“
„Eckat, was sagst du da!? Mickriges Gehalt? Dann erklär mir doch mal, wie ich das zahlen soll, wo du doch immer so viel falsch machst und ich das rapariern muss, auf meine Kosten! Da bleibt nicht viel übrig! Kannst mir wohl glauben!“
„Aber ich brauch auch mal Urlaub, Meister! Du biss immer nur am Fordern und kommandierst mich rum: Eckat mach dies, Eckat mach das! Ich kann nich mehr. Ich brauch mal Urlaub!“
„Sollst du ja haben, Eckat. Sollst du ja haben. Aber nu doch nich, wo wir so viel zu tun haben. Und die ganzen Nacharbeiten bei Frau Pansen, das muss auch noch erledigt werden!“
„Das is mir alles schietegal, Meister, ich bin am Ende!“
„Aber Eckat, nun bau mal keinen Mist, reiß dich doch mal zusammen. Ich spendier auch ne extra Flasche Rum und ne Kinokarte für heut Abend. Ostern is immer flau, da kannst du dann ja meinetwegen mal ein zwei Tage Urlaub machen. Is doch viel schöner. Da scheint bestimmt die Sonne. Und das Bier schmeckt auch besser!“
„Versprochen, Meister?“
„Versprochen, Eckat. Und nu mach hin. Die Reparatur von den Heizkessel muss endlich fertig werden!“
(260 Worte)


Ich nehme mal an, du bist ein Werner-Fan? 😆
Könnte man so sagen. *grins*
Angesichts der Tatsache, wie gut der Ton getroffen ist, merkt man das ein bisschen … 🙂
Danke, ist meiner Herkunft als Niedersachse und Aufwachsen mit platt sprechenden Grosseltern zu verdanken.
Hehe schön. Du hast den Wortlaut sehr schön hinbekommen. Kino und Rum ist btw ne super Urlaubsalternative. 😉
Grüße, Katharina
Ja, und so umweltschonend!
Ich hab echt das Gefühl, dass ich ihn hören kann! Prima, lieber Werner, und dem noooorddeutschen Pragmatismus wirst du auch voll gerecht! Rum und Kino, was für eine Alternative! Okay, Skiurlaub im Harz … wobei der Harz schön ist.
Liebe Grüße
Christiane 😀
Ja, ich kann mich da richtig rein versetzen, in die norddeutschen Jungs! Und ich liebe unser Plattdeutsch und Anlehnungen daran.
Da kann einem ja auch richtig das Herz aufgehen, nich?
Jo, nech? So is dat wohl. 😉
Ich bin begeistert, wegen des Werner-Ambientes und ein wegen des Harzes, der in meiner Kindheit für die Norddeutschen durchaus ein lohnenswertes, auch weil erreichbares, Winterziel war, sogar mit Wintercamping.
Ja, in meiner Jugendzeit bin ich oft auch mit meinen angehenden Schwiegereltern in den Harz gefahren: Spiegeleibrot, Kartoffelsalat im Glas für die Rast. Aber leider konnten wir damals nur auf den Westteil, weil der eigentliche Brocken noch östliches Sperrgebiet war.
Wir teilen da ähnliche Erinnerungen, „vom Torfhaus zum Brocken gucken“ gehört sicherlich dazu 🙂
Mensch Herr Wernersen, da hast du ja ne bannich flotte Geschichte gemacht.
Und wir halten fest, den Meister Röhrich zu fragen bringt noch imma nix ausser schiet Antworten.
VG, René
Ja, so ist’s das immer mit die Meisters. Nur klug schnacken und nix dahinter.
Wobei Ecka-haat natürlich schön länger drunter leidet…mindestens aber seit ca. 1991 🙂
Einmal Knecht, immer Knecht.
Köstlich 😄
Danke!
Ich glaub ich stornier meinen nächsten Urlaub, Du hast mich von Rum und Kinobesuch überzeugt lieber Werner! 😉
Ja, wir Norddeutschen wissen, wie man zufriedene Mitarbeiter gewinnt. 😇
Ich merk das schon… 😉
ich liebe die Werner Fielme
Ja, ich bin auch ein Fan. Deswegen habe ich sie bei den Etüden auch immer wieder im Hinterkopf.
Vielleicht magst Du auch die beiden voran gegangenen Geschichten von mir:
https://wkastens.wordpress.com/2019/04/14/abc-etueden-15-16-19-beinhart/
https://wkastens.wordpress.com/2019/10/25/abc-etueden-43-44-19-die-russen-sind-da
Gruß Werner