
zerreissprobe
vollgedröhnt vom sein
hänge ich
in den brüchigen
seilen meines lebens
angeknockt
angezählt
was tun?
handtuch werfen?
oder
das schaffst du doch
der
stell dich nicht so an
johlenden
wir glauben an dich
menge
reiss dich zusammen
gehorchen?
wieder aufstehen!


Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
Mit von der Partie sind bisher:
Stachelbeermond Mutigerleben Wortgeflumselkritzelkrams
Findevogel Berlin Autor Nachtwandlerin
Lindas x Stories La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei Myna Kaltschnee Wortverdreher
Lebensbetrunken Vienna BliaBlaBlub Heidimarias kleine Welt
Traumspruch Red Skies over Paradise Your mind is your only limit
Dein Poet Geschichte/n mit Gott
Und ich.













Lieber Werner,
zu deinem Taxt kommt mir sofort der letzte Vers von Kurt Marti´s Leichenrede in den Sinn,
indem er sagt:
iebe gemeinde
wir befehlen zu viel
wir gehorchen zu viel
wir leben zu wenig
Herzenswarme Grüße mit Segen!
M.M.
Kurt Marti kenne ich nicht
Danke für den Hinweis.
Aber Dein Zitat fasst genau zusammen, um was es mir ging. 👍
Lieber Werner, danke dir!
Kart Marti war ein Schweizer Dichter, Poet und Pfarrer.
Hab es fein. GLG M.M.
Beides keine Option, so, wie du es formulierst. The show must go on? Sieht man ja, wohin das führt.
Morgenkaffeegrüße 😁🌦️🌳🌼☕🍪👍
Die Option ist, die Kartenhäuser einstürzen zu lassen oder gar nicht anzufangen, etliche davon zu errichten.
Gruß zurück nach Hamburg!
Manchmal ist die pure Existenz schon erdrückend genug für einen Menschen…
Das Gedicht hat eine sehr interessante Dynamik und Struktur!
Liebe Grüße
Alina
Danke Alina! Diese Vermischung der Zeilen am Ende zwischen Gedanken und Aufforderungen sollte den Zwiespalt noch untermalen, denn Vieles sind ja nicht wirklich unsere eigenen Entscheidungen sondern Forderungen und Folgen aus Dingen, die wir selbst einmal gepflanzt und veranlasst haben und über deren Folgen wir uns wohl nicht so ganz im Klaren waren.
Wieder aufstehen, die Menge ignorieren und einfach mal ne Weile unter der Dusche stehen, um den Schweiß der ganzen Kämpfe abzuwaschen.
Und dann? Wieder „auf in den Kampf, Torero!“ oder etwas runterfahren? Das immer-weiter-immer-schneller austricksen?
Letzteres klingt schlauer aber schwieriger.
Vielleicht das Gejohle ignorieren, sich umdrehen, gehen und mit weniger weiter machen? Schwierig. Gar nicht einfach.
Irgendwie sind wir alle ziemlich fest im Räderwerk verzahnt.
Und teilweise haben wir es auch noch selbst gebaut.
Ich hoffe, dass Du nicht zu sehr in den Seilen hängst, lieber Werner!
Gerade wollte ich Dir Mut machen, da fand ich diesen neuen Post!
Mach Dir keine Sorgen um mich, lieber Gerhard, das ist nichts persönliches.
Um beim Bild der Seile im Boxring zu bleiben: Wenn man sich lang genug hineinhängt, können sie vielleicht zerreißen. Oder sie lassen dich mit noch größerer Energie zurück auf die Matte schnellen und darüber hinaus 🙂
Ob Du das Zurückfedern als Angeschlagener dann aber wirklich verkraftest??
Das ist eine gute Frage!
Ich bin mir sicher, dass dieses Thema für viele von uns nicht unbekannt ist – und ich bin mir sicher, dass es weder Rezepte noch allgemeingültige Anregungen gibt, wie damit umzugehen ist.
Es wird mich immer und immer wieder anfragen und fordern, dass ich mich entscheide.
Liebe Grüße
Judith
Aber man muss sich der Problematik bewusst sein und seine Ziele immer wieder hinterfragen, ob sie denn wirklich soo wichtig sind.
Das ist ganz sicher so, ja.
Liebe Grüße
Judith