Der Dienstag Dichtet – Nachhall


Bild von Dim Hou auf Pixabay

Nachhall

 

Buchstabengeröll

um uns herum

wir picken und picken,

kleben sie zusammen,

hängen sie aneinander:

endlose Ketten

von Ideen und Intuitionen,

von Hass und Wut,

Liebe und Zärtlichkeit,

Fliegen und Verharren,

streichen und kürzen,

markieren und umstellen,

verschnörkeln und löschen.

 

Hoffnung in schwarz auf weiß,

auf Papier und Mauern,

Brücken und Wegen,

Podcasts  und Foren.

 

Ein Hauch von Bleiben,

ein Schrei nach Verstehen

und Festhalten

gegen Vergänglichkeit.

 

Bild von Reimund Bertrams auf Pixabay


Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
 
Mit von der Partie sind auch:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

 

16 Comments

          1. Kann ich Dir sagen: das erste Gedicht, was Du unter dem Motto „Der Dienstag Dichtet“ veröffentlicht hast, war am 30.4.2019.
            Ich bin dann irgendwie über Deine Seite gestolpert und seit dem 11.6.2019 dabei.

            Da war das Thema noch Google-Gedichte.

            Mein erstes Gedicht bei Dir war:

            Abtrift

            Sie haben dein Inneres
            abgeschabt,
            dich abgeviert
            im Laufe der Jahre,
            dich zurecht geschnitten
            wie sie dich brauchen,
            dir eingeredet
            was sie wollten,
            und du glaubst
            diesen abgesackten Typen noch,
            dass du dich
            um Ablass bemühen sollst?!

            Sie haben
            eine unmenschliche Welt
            der Zukunft geschaffen,
            heute, morgen, immer
            sollen wir abstottern,
            was sie seit Generationen
            von uns verlangen.
            Heute, morgen, immer
            werden wir vertröstet
            auf morgen, übermorgen, ewig.

            Es wird Zeit,
            ihre Gedanken aus unseren
            Hirnen auszuschlämmen,
            ihre heiligen Kerzen
            abzuschmelzen
            und uns abzusträngen
            aus ihrem Karren.
            Schuppt euch ab,
            werdet abtrünnig,
            werdet frei,
            lasst euch nicht länger kommandieren
            von den wispernden Vipern.

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