
Letzter Zug
Der Weg
versinkt langsam vor mir
meine Schritte
verhallen
meine Worte
werden leiser
wie ein Tropfen
hänge ich
im Novembernebel
bis der Frost
mich erstarrt
meine Worte
verhallt
meine Zeilen
versunken
der Weg
ganz leise
nüchterne Kälte
umfängt mich.
War es das wert?


Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
Mit von der Partie sind auch:
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

Ja, das ist die Frage, die man sich irgendwann stellt und die man nur selbst beantworten kann.
Morgenkaffeegrüße 🌧️🌨️🍂🍁☕
Wert war es allemal. Nur weil eine letzte Phase unerquicklich sein könnte.
Die große Frage dahinter ist aber doch, ob man sich überhaupt an irgendetwas erinnern kann.
Aber können Zeilen versinken? Worte haben Gewicht und hinterlassen Fußspuren.
Vieles von dem, was wir gesagt haben, ist schon lange wieder vergessen, versunken im Strudel des Lebens, der Wandlung, des Alltags, des Lernens. Es gehören immer Vollstrecker dazu, im positiven wie im negativen Sinne, dass Zeilen, Sprüche, Parolen, Regeln erhalten bleiben. Ob unsere Worte, Sätze, Zeilen jemals dazu gehören werden?
Worte wandeln aber. Selbst wenn die Worte an sich verschwinden, den Wandel, den sie bewirkt haben, der bleibt.
So wie Oberindianer?
Ich dachte eher zB an Gespräche oder auch Gedichte, die etwas in anderen bewirken und inspirieren.
.. aber irgendwann können wir deren Wirkung ja nicht mehr selbst nachverfolgen ..
Ja, aber ungeschehen macht es das nicht. Ich finde die Vorstellung eigentlich ganz schön, ein kleines Rädchen in den Leben anderer zu sein.
Habe heute bei https://god.fish/2024/11/26/die-kluft-zwischen-physik-bewusstsein-und-materialismus/
einen Satz von Heisenberg gelesen: dass „die Welt nicht aus Dingen besteht, sondern aus Beziehungen“. Könnte ich mir so unter Wortbeziehungen auch vorstellen. Denn damit wäre auch das gesprochene Wort nicht verloren, sondern bliebe erhalten.