Wind
Übertöne die Traurigkeit in mir,
nicht mit dem Gesang der Erinnyen,
nein, mit Paukenschlägen,
damit ich nicht ersaufe
in den alten Geschichten,
die in mir brodeln
und mir die Luft nehmen,
hilf mir, sie auszuspeien,
weg zu gurgeln,
blas das alte Laub zurück
zu den kahlen Stümpfen,
und Wind:
gib mir deinen langen Atem.


Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
Mit von der Partie sind auch:
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie


Irgendwie ein Herbstgefühl auch ohne das Bild. Hn aber ja, wenn man traurig ist, färbt man Erinnerungen auch traurig. Eigentlich ist es schlauer bei sich zu bleiben, wenn Traurigkeit kommt.