Der Dienstag Dichtet – Zorn


Bild von Alban_Gogh auf Pixabay

Zorn

 

Mich treibt der Zorn eines Vergessenen,

der Halt an den Strahlen der Sonne sucht,

stolpernd im Kreise,

schwindlig von den Echos,

dem Widerhall der Zeiten.

 

Drohnenbilder zerreißen

den Himmelsfaden,

im Meer des Zweifels

nur ein Rettungsring

ohne Leine.

 

Ich verschließe die Augen,

Nichtwissen schwappt in meinem Mund,

schnappe tief nach Luft,

sacke ab im Strudel der Zeit,

verloren zwischen den Dimensionen.

Bild von Aberrant Realities auf Pixabay

Anmerkung: Manchmal ist Zorn nicht laut, sondern einsam. Nicht gegen jemanden gerichtet, sondern gegen das Verstummen der Welt. Dieses Gedicht entstand in einem Moment, in dem Worte die einzige Rettung waren.


Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
 
Mit von der Partie sind auch:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

 

3 Comments

Schreibe einen Kommentar. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. ommentar verfassen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..