Der Dienstag Dichtet – Zorn


Bild von Alban_Gogh auf Pixabay

Zorn

 

Mich treibt der Zorn eines Vergessenen,

der Halt an den Strahlen der Sonne sucht,

stolpernd im Kreise,

schwindlig von den Echos,

dem Widerhall der Zeiten.

 

Drohnenbilder zerreißen

den Himmelsfaden,

im Meer des Zweifels

nur ein Rettungsring

ohne Leine.

 

Ich verschließe die Augen,

Nichtwissen schwappt in meinem Mund,

schnappe tief nach Luft,

sacke ab im Strudel der Zeit,

verloren zwischen den Dimensionen.

Bild von Aberrant Realities auf Pixabay

Anmerkung: Manchmal ist Zorn nicht laut, sondern einsam. Nicht gegen jemanden gerichtet, sondern gegen das Verstummen der Welt. Dieses Gedicht entstand in einem Moment, in dem Worte die einzige Rettung waren.

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