ABC Etüden 36-39.23 – Huuups!


Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass man für Jugendsünden nicht mehr verantwortlich gehalten werden kann. Aber dann muss man über Jahre aber auch nicht zweifelhafte Sprüche in seinen politischen Ausführungen klopfen.

Bild von Ralph auf Pixabay

Huups!

Abgrundtief kann ich nicht fallen,

solang die Bierzelt-Stimmen wallen!

Mögen andere auch noch so ätzen:

wer will mich denn schon ersetzen?

Ein bleibend‘ Kreuz ich trag im Herzen,

an vier Haken hab‘ ich‘s aufgehängt:

Vorbote bin ich einer neu belebten Zeit,

die zu Großem endlich wieder ist bereit!

Hebt mit mir die treue rechte Hand,

steht auf für ein gesundes Vaterland!

nach einem Design der FAZ – von mir verändert

22 Comments

  1. Da bleibt mir der Daumen im Halse stecken. Chapeau vor deiner Leistung, das in ein so treffendes Gedicht zu packen, aber ich hoffe schwer, dass die Vision niemals wahr werden möge.

  2. Das ist großartig, Werner, leider wird mir trotzdem ziemlich schlecht, wenn ich das lese, und mir vorstelle, dass es von jemandem ernst gemeint sein könnte.
    Danke dir!
    Abendgrüße von unterwegs 🌅🍷🥖🧀

  3. Willst du wirklich behaupten, das, was sich mit Aiwanger abspielte und die Reaktionen darauf, hätten irgendwas mit einem Wiederaufleben des deutschen Größenwahns zu tun? Auch in den Kommentaren lese ich Ähnliches. Ich halte das für völlig überzogen.

    1. Ich leider nicht, liebe Gerda. Gehe hier, egal wo in Deutschland, doch mal in die Bierzelte oder Stammtische und höre zu, wenn dort über Politik geredet wird, wenn der Alkohol die Zunge gelöst hat. Ich bin immer wieder entsetzt, wie viel brauner Moder da immer noch hochkommt und auch bei der Jugend schon wieder Zustimmung findet.
      Und auf staatlicher Seite ist es auch nicht viel besser. Sieh nur, wie die Klima-Kleber offiziell als Schädlinge und Kriminelle stigmatisiert werden mit Verdachtsverhaftungen etc., total überzogener Bewachung ihrer friedlichen Demonstrationen.

      1. Ich bin ja nicht in Deutschland, lieber Werner, kann also nicht beurteilen, wie es sich „von innen“ anfühlt. Von außen gesehen jedenfalls erscheint die Angst vor den Nazi-Wiedergängern wie eine deutsche Neurose. Und man fragt sich: haben die keine anderen Probleme?

        1. Ich verstehe Deinen Ansatz nicht, liebe Gerda. Ich denke, die Bewahrung unserer demokratischen Werte muss höchstes Augenmerk haben.
          Ich weiß nicht, ob Du jemals Vernichtungslager besucht hast, Auschwitz, Bergen -Belsen, Dachau oder eins von den anderen 24 Haupt- oder etwa 1000 Nebenlagern. Ich glaube, dann hättest Du eine andere Meinung.

  4. Schade, es war ein ausführlicher Kommentar, der anfing damit, dass du mich nicht zu belehren brauchst, was die Untaten des Nazi-Reichs betrifft. Schließlich ist das meine Hauptbeschäftigung seit meiner Geburt. Aber nun bin ich müde un belasse es mit einem Zitat, das ich vorhin fand. Es ist von Umberto Eco und heißt in deutscher Übersetzung: „Der Faschismus von heute hat äußerlich nichts mit dem aus der Vergangenheit zu tun. Keine Uniformen, kein Stechschritt und kein Führergruß. Nein, er ist modern, raffiniert verpackt und wird mit PR verkauft. Aber es sind dieselben Resultate: die totale Kontrolle und Ausbeutung, die Zensur, die Gleichschaltung der Medien, die Lügen, der selbstgemachte Terror, der Sicherheitswahn, die Unterdrückung der Andersdenkenden, die Militarisierung der Gesellschaft und die Angriffskriege.“

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