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über-denken
Gedanken
frei laufen lassen
über Schlagzeilen stolpern
sich in Bruchstücken verlieren
Fundstücke aufnehmen
verkitten
Worthülsen zertreten
Worte zu Pontons verbrücken
miteinander verloben
Gefühle spitzen sich zu
wollen sich outen
artfremde Worte umbauen
Sprache verbietet Gleichgeschlechtliches
Kuschelverbot für Verben
Aufriss niederdenken
Gegenfragen andocken
Blitzlicht einschalten
Schatten fürchten
warten warten warten
Wortdämmerung
neu würfeln?
zusammensinken
warten, anzetteln
Aufschrei
die Blase zerplatzt
alle Fragezeichen weggespült
Fährte gelegt

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Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
Mit von der Partie sind auch:
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

Gewaltige Baustelle….
… und keine Umleitungen
Dreimal habe ich dein Gedicht gelesen und jedesmal habe ich zusätzliche Gedanken – das beeindruckt mich sehr!
Und jetzt lese ich es ein viertes mal 😊
Dass jeder sich irgendwie in fremden Texten wiederfinden kann
… das ist halt das Faszinierende am Schreiben.
Ich habe deine Zeilen jetzt auch mehrfach gelesen und jedes Mal etwas Neues entdeckt. Über Denken nachzudenken stimmt nachdenklich.
… denk mal an… 😇
Jaaaaa, habe ich nach-denklich gelesen ….
Lieber Werner,
dieses Gedicht hat mich auf Gedankenfährten gelockt und noch während des Lesens abschweifen lassen. Sehr interessante Wirkung!
Liebe Grüße
Alina
Dann hat es seine Wirkung nicht verfehlt, liebe Alina. Das freut mich sehr!
Dein Gedicht gefällt mir sehr gut. Echt jetzt. Worte zu Pontons überbrücken, stolpern, hängenbleiben… und zum Schluss entsteht etwas Neues, weil man die Gedanken zugelassen hat. Hat mich auch nachdenklich gemacht, denn im Alltag übergehe ich diese Gelegenheiten oft, zuwenig Zeit, zuviel Anderes, zu wenig Lust zum Denken, wenn das Hirn schon müde ist. Schade.
Ja, aber auch das Ende ist ja nicht immer von Dauer. Wir haben zwar eine Spur gelegt, aber sie wird auch genauso schnell austrocknen und nicht mehr sichtbar sein.
Realistisch betrachtet ist das wohl so… seufz. Und jeder wünscht sich, es wäre anders.
Ich bin an der Wortdämmerung hängengeblieben, lieber Werner, und spiele in Gedanken ein wenig mit „Worten in der Dämmerung“ und „Wortdämmen“ und „Dämmworten“.
Herzlich
Judith