Der Dienstag Dichtet – über-denken



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über-denken

Gedanken

frei laufen lassen

über Schlagzeilen stolpern

sich in Bruchstücken verlieren

Fundstücke aufnehmen

verkitten

Worthülsen zertreten

Worte zu Pontons verbrücken

miteinander verloben

Gefühle spitzen sich zu

wollen sich outen

artfremde Worte umbauen

Sprache verbietet Gleichgeschlechtliches

Kuschelverbot für Verben

Aufriss niederdenken

Gegenfragen andocken

Blitzlicht einschalten

Schatten fürchten

warten warten warten

Wortdämmerung

neu würfeln?

zusammensinken

warten, anzetteln

Aufschrei

die Blase zerplatzt

alle Fragezeichen weggespült

Fährte gelegt


Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay 


Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
 
Mit von der Partie sind auch:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

 

15 Comments

  1. Dein Gedicht gefällt mir sehr gut. Echt jetzt. Worte zu Pontons überbrücken, stolpern, hängenbleiben… und zum Schluss entsteht etwas Neues, weil man die Gedanken zugelassen hat. Hat mich auch nachdenklich gemacht, denn im Alltag übergehe ich diese Gelegenheiten oft, zuwenig Zeit, zuviel Anderes, zu wenig Lust zum Denken, wenn das Hirn schon müde ist. Schade.

  2. Ich bin an der Wortdämmerung hängengeblieben, lieber Werner, und spiele in Gedanken ein wenig mit „Worten in der Dämmerung“ und „Wortdämmen“ und „Dämmworten“.
    Herzlich
    Judith

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