das flüchtige
berauscht
beglückt
bewegt
fasziniert
verdunstet
versickert
glitzer und staub


Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
Mit von der Partie sind auch:
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie


Komm, Moment, verweile!
komischerweise fällt mir bei diesem gedicht alas erstes und eindrücklichstes grammatisches auf. nämlich dass das gedicht- obwohl der titel „das flüchtige“ bewegung (das wären verben in personal=handlungs-form) verspricht, infolge der absoluten dominanz von nomen und partizip II-formen des verbs mir statisches vermittelt. keine veränderung, sondern abgeschlossenheit …. was aufs erste paradox erscheint, aber dann (auch im zusammenspiel mit dem bild) eben nicht paradox ist, denn ein pfeil, einmal abgeschossen, bewegt sich zwar, die tat, die handlung des menschen, der ihn abgeschossen hat, ist aber (unumkehrbar) vorbei. am ende – nach all den gefühlen und zuständen – ist es vorbei. und ja: das ist das wesen des flüchtigen, dieses „vorbei“. im gedicht wird es zuletzt als „glitzer und staub“ identifiziert. 🙂
Ich versuche immer, die Texte mit Bildern zu untermauern, um sie eingänglicher zu machen. In diesem Fall mit dem Bogenschützen: jede Aktion ist endlich. Lieben Dank für Deine ausführlichen Gedanken!