
Silbenstecher
Mein Weg,
der eines
Leichenschänders,
tote Worte waschen,
immer neue Gruften ausheben,
um in Ketten verendete Worthülsen
einzulöten,
einbalsamiert
in Sarkophage
für den Rest der Zeit.
Mein Weg,
wie ein Maulwurf
Wortgrabhügel hinterlassen
aus blutigen Wortklumpen
und angefressenen Buchstabenwurzeln.
Mein Weg,
abschätzig
Haare spalten,
Krümel kacken
und Erbsen zählen.
Verbessert man
so die Welt?


Wow, sehr direkt. Das gefällt mir sehr. Ob wir damit etwas verändern? 🙂 Ich denke, es gibt noch ein paar Fragen, die deine Worte hervorzaubern. Verstehen die Menschen überhaupt? Sind sie Willens etwas zu verändern? Mögen sie es, wie es ist? Wie immer wird es da zwei, drei oder vier Parteien geben und genau deshalb wird sich so schnell nichts verändern können.
Ja, man sieht es ja, wie es mit/nach Corona im kleinen gelaufen ist: erst ruft jeder nach Veränderung und dann wollen alle doch zurück zum alten.
Und Danke, dass Du bei mir mitliest!
Nur ein zurück gebt es nicht. Aber auch das muss erst verstanden werden. Mache ich doch gerne.
Du meinst aber nicht dich selbst oder? Jedenfalls ein eindringlicher Text
So ein bisschen schon, denke ich.
Ich lese daraus, was so Politiker*innen so von sich geben. Kunst atmet Worten oder auch Wortklumpen neues Leben ein.
Man könnte speien, aber tut es nicht, das wäre wie Schreien in der Wüste.
Man hört es nicht, aber es erleichtert.