[Angeregt durch ein Wortbild
von Claudia Hartl auf Facebook
in ihrem Gedicht „Unter deinem Schirm“]
Cast away
Zerfliesse
aus Angst vor mir selbst
zu einer abgurgelnden Pfütze
auf die Pflastersteine
eines baumlosen Weges.
Es klatscht
bei jedem Schritt
wenn sie auf mich treten
und ich verdunste
im Rinnstein
mit der Pisse
der am Leben
Ertrinkenden.


Wow, sehr ausdrucksstark. Mag ich!
Danke! Habe gerade so eine Phase, wo ich es sehr direkt mag.
Direkt ist doch gut – da weiß man, was man hat!
Am Leben ertrinken, wie geht das?! Vielleicht so: Ständig feiern und in sich reinschütten?!
Vielleicht aber auch nur ausgegrenzt sein …
So was geht (wohl) leicht…
Ich finde abgurgelnde Pfütze besonders plastisch. Also ich mag deine direkte Phase.
Danke. Ich auch.
Das erinnert mich an eine Begegnung von gestern – ein sehr aus der Bahn gekommener alter Mann saß auf einem Bahnsteig und verbreitete sich in jede Richtung, mit wedelnden Armen und schwankendem Kopf. Am Leben ertrinken… genauso.