
berauscht
Ich folge mit großer Neugier Duftstraßen,
Lichtwinkern und schmeichelnden Tönen.
Erzitterndes Resorbieren zieht mir Gänsehaut auf,
fast verliere ich meine überlegene Haltung,
taste mich zitternd an den Rand meines Bewusstseins
und schmecke ahnungsvoll aufkommendes Übel:
aber mit brausenden Worten komme ich zurück,
pruste peitschende Silben auf euch nieder,
damit sie euch gedankenreich penetrieren,
als wärmendes Gift in euch dringen,
als würdet ihr in ein neues Leben geboren.
Ihr erschauert
und ich hohnlächle in medusischem Grimm.















Wörter können auch Drogen sein, vor allem solche die einem jemand ins Getränk mischt
Wörter SIND Drogen. Das hat sich so im Laufe des Schreibens ergeben. Ursprünglich wollte ich nur über unsere 13 Sinne schreiben, aber dann wurde mir bewusst, dass bei allen auch eine flutende Wirkung da ist, die uns reizen, betören, verführen kann, uns im im positiven wie im negativen Sinne berauschen können, hemmungslos machen können, überheblich werden lassen.