Der Dienstag Dichtet – käfigate


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käfigate

 

zeitlebens

lebendig

in einen käfig

gesperrt

von geifernder fratze

zur schau gestellt

studienobjekt

für verhaltensmuster

eherne werte übergestülpt

verantwortung auferlegt

bei gehorsamkeit brosamen

in den käfig gestreut

und hinterhältig lächelnd

ein besseres Leben versprochen.

 

zur bewährung ausgesetzt.

 

ein leben lang

an den stäben gerüttelt

den vögeln den wind geneidet    

wolken und sonne verschluckt

den verlorenen schlüssel gesucht.

 

freiheit ist nur draussen.

 

Photo by Brett Sayles on Pexels.com


Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
 
Mit von der Partie sind auch:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

 

4 Comments

    1. Nochmal zu meiner schnellen Antwort von heute morgen: Die Idee hinter dem Gredicht war aufzugreifen, dass unser Leben weitgehend fremdbestimmt wird, überformt von äußeren Erwartungen: moralische Anforderungen, gesellschaftlichen Normen, Rollen — und „Belohnungen“ für Nicht-Aufmucken, die aber den Mangel an echter Freiheit nicht aufwiegen.

      Und als Fazit:  Freiheit wäre denkbar, aber für viele einfach nicht zugänglich, weil der Wille, der Mut, die Kraft fehlt, aus dem „vicious circle“ auszubrechen.

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